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An alle Interessierten
(dieses Photo entstand um1936).
Anschließend hatte mein Schwiegervater Ernst Vicenty die Leitung übernommen. Ich führe den Wiener „Christophorus Bund“ weiter im Sinne von Hans Malik (gest.1964) Hans Malik
wurde am 8.5.1887.in Auspitz (Südmähren) als Sohn
eines Wagnermeisters geboren.
Nach der Grundschule erlernte er Maschinenbau und kam 1909 als Ing. zu
den
Siemens Schuckert Werken nach Nürnberg. Er hatte schon als
Volksschüler erste
mediale Erlebnisse und jetzt in Nürnberg lernte er auch ein
Sprechmedium
kennen, mit dessen Hilfe seine schlummernden Kräfte entfaltet
wurden. Er
studierte die Werke von Adelma Vay und andere spiritistische Werke der
damaligen Zeit und bildete sich in Hypnose und als Magnetopath aus.
1914 musste
er dann erst nach Pola (Zentralkriegshafen, heute Pula, Kroatien) und
später
nach Wien zum Militär einrücken. In Wien
besuchte er in der Freizeit Vorträge über
Okkultismus, Spiritismus und verwandte
Gebiete um sich in seinem Wissen sowohl theoretisch als auch praktisch
zu
verbessern. Bei einer spiritistischen Sitzung in Wien, war Maria
Vondrak (geb.Hubert)
als Medium eingeladen, Baron Kleeberg war der Zirkelleiter. Nachdem
auch Ing.
Malik, damals schon bekannt als Magnetopath und Hypnotiseur eingeladen
war,
überlies Baron Kleeberg Herrn Ing Malik die Leitung der
Andacht. Der
Schutzgeist von Ing Malik meldete sich und hielt eine gehaltvolle,
ernste Ansprache,
begrüßte schließlich auch Ing. Malik und
eröffnete ihm feierlich: er sei
zwecks Ausführung einer großen
Mission zur
Erde gesandt worden: Er solle im Namen der Dreieinigkeit, (Geist,
Kraft, Stoff)
wirken und durch seine Arbeit vielen Mitmenschen den Glauben schenken
und sie
zu Gott zurückführen. Hr. Malik
wusste, das Frau Vondrak Medium ist und regelmäßig
Andachten abhielt, und bat
Sie in Ihrem Kreis teilnehmen zu können. Gleich bei der ersten
Andacht meldete
sich seine an Lungenkrankeit verstorbene Schwester Anna:“
Endlich ist es mir
gelungen, dass ich dich dorthin bringen konnte, wo du mich von meinem
Leiden
befreien kannst. Es hat mich viel Mühe gekostet, dich in den
richtigen Kreis zu
führen.“ Er magnetisierte nun den Geist seiner
Schwester, löste in Gottes Namen
die Krankheitskeime auf, wandelte alles Üble in Gutes und
verband Sie mit ihrem
Schutzgeist. All das hatte er ja aus GKS gelernt. In einer
späteren Sitzung wurde ihm mitgeteilt, das Frau Vondrak sein
Dual sei und sie
von Urbeginn füreinander bestimmt waren. Eine halbes Jahr nach dem Ende des ersten Weltkrieges heiratete Hr.Ing Malik am 10. Mai 1919 die 3 Jahre ältere Witwe Maria Vondrak, geborene Huberts aus Bela Crkva (deutsch: Weißkirchen ist eine –damals ungarische, heute -serbische Kleinstadt im Bezirk Južni Banat der Vojvodina nahe der Grenze zu Rumänien, von Beruf Schneiderin, die aus erster Ehe ein 10 jähr. Kind mitbrachte, das bis anhin im Waisenhaus lebte).
Mit der
Wiedereinstellung bei Siemens als techn. Zeichner im Jahre 1920 ging es
auch wirtschaftlich etwas
bergauf. Herr Malik experimentierte in seiner Freizeit weiter viel und
besuchte
viele spiritistische Kreise, immer auf der Suche nach guten Medien und
um
weiter zu lernen. So bekam er auch eine Einladung zu Adelma Vay. Sie
merkte
sehr schnell, dass Hr. Ing Malik GKS
(Geist , Kraft, Stoff v. Adelma von VAY) wirklich verstanden
hatte und den Inhalt
auch anderen beibringen konnte. Er konnte ihr auch berichten, dass er
in Wien
einen ständig wachsenden Kreis hatte, in dem
regelmäßig Erlösungsarbeit
geleistet wurde. Er hatte nämlich erkannt, das dies die
wichtigste spiritistische
Arbeit sei, denn wenn sich etwas zum besseren wenden soll,
muß dies geistig –
also vor der Inkarnation – vorbereitet werden. Adelma Vay
erkannte in ihm einen würdigen Nachfolger ihrer geistigen
Arbeit und vererbte
ihm den geistigen Nachlass. Er erhielt die Originaltranskriptionen zu
GKS und
andere Dokumente, Manuskripte und Bücher aus dem Budapester
Kreis. Weil der Kreis
immer größer wurde, wurde auf Drängen der
Teilnehmer eine Vereinsgründung
angestrebt. Nach zweimaliger Abweisung der vorgeschlagenen Namen durch
der
Vereinsbehörde wurde der geistig gegebene Name,
Christophorusbund 1923 ins
Vereinsregister eingetragen und die erstellten Statuten auch
behördlich
genehmigt. Die Zahl der Mitglieder wuchs in dieser Zeit sehr schnell,
vor allem
auch dadurch, dass Hr. Ing. Malik 14 tägig
öffentliche Vorträge mit
Diskussionen abhielt. Im Anschluß bot er Kurse zur Geistlehre
nach GKS an, nach
deren erfolgreichen Abschluß man dem Christophorusbund
beitreten konnte. Daher
konnte man die Andachten bald nicht mehr in Privaträumen
abhalten, sondern
mietete sich in größere Säle ein.
Für die Vorträge hatte Hr. Ing Malik
Manuskripte angefertigt, großtenteils auf GKS beruhend, die
er zu einem Buch
zusammengefasst hatte. Doch er lebte immer sehr bescheiden und die
Mittel zur
Veröffentlichung standen nicht zur Verfügung. So kam
es erst durch die
Unterstützung der Mitglieder 1929 zur Herausgabe der
Erstauflage von „Der
Baumeister seiner Welt“. Die Folge war, dass sich
immer mehr
Mitglieder in den
Christophorusbund einschrieben. Hatte man sich Anfangs in
Gasthaussälen
getroffen, wurden später immer größere
Säle angemietet wie z. B. im alten
Rathaus Wien 1, Wipplingerstraße. Im Sommer wurden die
Andachten auch im Freien
abgehalten, man ging in den Lainzer Tiergarten oder auch in die
Umgebung der Knödelhütte. Spezielle
Feiertage wie z.B. Ostern wurden besonders festlich im
Militärcasino am
Schwarzenbergplatz begangen, mit religiöser Musik untermalt
(Hr. Malik spielte
selbst Geige in kleineren Besetzungen) aber auch mit herrlichen
Gesangsdarbietungen.
Im ehemaligen Militärcasino riet man Malik 1937 doch eher in
eine Kirche zu
gehen, so dass man wieder ins alte Rathaus wechselte. 1940 wurde der
Saal im
alten Rathaus rennoviert, sodaß man in den Saal der
Bäckergenossenschaft
Florianigasse ausweichen musste. Im Krieg war man besonders vorsichtig
bei
Versammlungen und es waren jeweils zwei Herren des Regimes anwesend die
sich
Notizen machten und diese ihren Vorgesetzen meldeten. Das dies nichts
gutes für
den Christophorus Bund bedeutete, kann man sich vorstellen. Im Juni
1941 mußte
der Saal geräumt werden. Ing Malik wurde verhaftet und 14 Tage
zur Untersuchung
festgehalten und danach wieder entlassen. Danach noch mehrmals
verhaftet und
schließlich im Jänner 1943 als
Volksschädling ins Konzentrationslager nach
Dachau überstellt. Später folgten noch andere Lager Mehrmals stellte ihn ein
Erschießungskomma an
die Wand, er sollte Gott, Jesus und seiner Glaubenslehre
abschwören, dann würde
man ihn verschonen. Ing Malik blieb jedoch standhaft und
überlebte, und kam auf
55 kg. abgemagert am 3.6.1945 nach Hause zu seiner an Ruhr erkrankten
Maria,
liebevoll „Mitzi“ gerufen. Er hatte die
„Todesmarsch“ Strapazen überlebt und
war überglücklich wieder geistig arbeiten zu
können, obwohl alle Unterlagen,
Mitgliederkarteien und
Bücher, Bilder
des Christophorusbundes im Krieg beschlagnahmt worden waren. Es war ein
mühsamer Anfang im zerstörten Wien, doch die
Erlösungsarbeit erschien im so
wichtig, dass er alle Widerstände überwand und den
während des Krieges ruhenden
Verein wieder aktivieren und 1949
sogar
eine Neuauflage seines Buches „Der Baumeister seiner
Welt“ herausbringen konnte.
Dieses Buch brachte sehr viele Leute zur geistigen Lehre. Er hat 1929 auf Basis von
"Geist Kraft Stoff" von Adelma
Vay ( hier ein Link zu mehr Informationen über Adelma Vay)
und Allan Kardec ein Buch geschrieben:
"Der Baumeister seiner Welt".
(Als Basiswerk der Geistwissenschaften wird derzeit an einer Neuauflage
gearbeitet. Leider hat der Gegensatz wieder eingegriffen und
dem vorgesehenen Verlag die finanzielle Basis entzogen,
sodaß diesebezüglich neue Überlegungen stattfinden
müssen). - Internet
(Portokostensparend) - oder Postadresse:
Christophorus – Institut
1210 Wien, A.
Böckg.50
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